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Website erstellen lassen: Kosten, Ablauf & Anbieterwahl 2026

Website erstellen lassen – aber wie? Der komplette Leitfaden: was Baukasten, Freelancer und Agentur kosten, wie das Projekt in 7 Schritten abläuft und worauf Sie bei Angebot, Vertrag und Rechten achten müssen.

Sie wollen eine Website erstellen lassen, statt sich selbst durch Baukästen und Technik zu arbeiten – aber wo anfangen? Zwischen „Homepage ab 499 €“-Angeboten, Freelancern und Agenturen mit fünfstelligen Budgets liegt ein unübersichtlicher Markt, und die Preisspannen wirken auf den ersten Blick willkürlich. Dieser Leitfaden bringt Ordnung hinein: Er zeigt, welcher Weg zu welchem Vorhaben passt, was eine professionelle Website 2026 im DACH-Raum realistisch kostet, wie ein Website-Projekt Schritt für Schritt abläuft und worauf Sie bei Angebot, Vertrag und Rechtsfragen achten sollten.

Der Guide richtet sich an Unternehmen, Selbstständige und Gründer, die eine neue Website beauftragen oder eine bestehende ablösen wollen – egal ob Sie am Ende bei einem Baukasten, einem Freelancer oder einer Webentwicklung-Agentur landen. Wo einzelne Themen mehr Tiefe verdienen, verlinken wir auf die passenden Detail-Ratgeber.

Baukasten, Freelancer oder Agentur – wer soll Ihre Website erstellen?

Die erste und wichtigste Entscheidung ist nicht das Design und nicht das CMS, sondern der Umsetzungsweg. Er bestimmt Kosten, Qualität und wie viel eigene Arbeit auf Sie zukommt:

WegGeeignet fürKosten (grob)Grenzen
Website-Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)Nebenprojekte, sehr kleine Budgets, „digitale Visitenkarte“10–40 €/Monat + eigene ZeitAustauschbares Design, begrenzte Funktionen, SEO-Nachteile, Ihre Arbeitszeit
FreelancerKleine bis mittlere Websites mit klarem Umfangca. 1.500 – 8.000 €Eine Person = ein Engpass; Design, Entwicklung und Text selten in einer Hand
AgenturFirmenwebsites, die Leads bringen sollen; größere Projekteca. 2.500 – 20.000 €+Höherer Preis; Qualität variiert – Auswahl entscheidet

Als Faustregel: Wenn die Website ein aktiver Vertriebskanal sein soll – also Anfragen, Bewerbungen oder Verkäufe bringen muss –, lohnt sich professionelle Umsetzung fast immer. Ist sie nur eine Pflichtübung mit Adresse und Öffnungszeiten, kann ein Baukasten reichen. Die ausführliche Abwägung mit allen Vor- und Nachteilen finden Sie in den Ratgebern Agentur oder Website-Baukasten? und Agentur oder Freelancer?.

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Die Preisspannen im DACH-Raum sind breit, aber nicht willkürlich – sie folgen dem Umfang, dem Design-Aufwand und den Funktionen. Zur Orientierung (netto, einmalig):

Website-TypUmfangKosten
Kleine Firmenwebsite5–10 Seiten, angepasstes Template, Kontaktformular2.500 – 6.000 €
KMU-Website mit CMS10–30 Seiten, individuelles Design, Blog, selbst pflegbar5.000 – 12.000 €
Corporate-WebsiteViele Seiten, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen, maßgeschneidertes Design10.000 – 20.000 €+
Landingpage / OnepagerEine fokussierte Seite für Kampagne oder Produkt1.500 – 10.000 €

Agenturen in Deutschland und Österreich rechnen typischerweise mit Stundensätzen um 100–160 €. Der größte Kostenhebel ist der Design-Aufwand: Ein angepasstes Template ist deutlich günstiger als ein individuell entworfenes und prototypisiertes Design. Danach zählen Seitenumfang, Mehrsprachigkeit und Zusatzfunktionen wie Suche, Login-Bereiche oder CRM-Anbindung. Texte, Fotografie und Werbebudget kommen separat dazu – sie stecken in kaum einem Website-Angebot.

Zwei Werkzeuge helfen bei der Budgetplanung: Der Ratgeber Was kostet eine professionelle Website? schlüsselt alle Preisfaktoren und laufenden Kosten im Detail auf, und mit dem interaktiven Website-Kostenrechner ermitteln Sie in zwei Minuten eine realistische Spanne für Ihr konkretes Vorhaben – kostenlos und ohne E-Mail-Pflicht.

Neue Website oder Relaunch – was brauchen Sie wirklich?

Wer schon eine Website hat, steht vor einer Vorfrage: reicht eine Überarbeitung, oder muss ein Neuaufbau her? Als Orientierung: Ist die technische Basis solide (aktuelles CMS, mobile Darstellung in Ordnung, akzeptable Ladezeiten) und stören vor allem Design oder Inhalte, kann ein Redesign auf bestehender Technik deutlich günstiger sein. Ein kompletter Relaunch lohnt sich, wenn das CMS veraltet oder abgekündigt ist, die Seite auf Mobilgeräten scheitert oder die Struktur mit dem Unternehmen nicht mehr zusammenpasst – dann wird Flickwerk auf Dauer teurer als der Neuaufbau.

Wichtig beim Relaunch: Die bestehenden Google-Rankings sind ein Vermögenswert. Ein sauberer Umzug mit Weiterleitungen von allen alten URLs auf die neuen gehört in jedes Relaunch-Angebot – fehlt dieser Punkt, verlieren Sie im schlimmsten Fall über Nacht die über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit. Fragen Sie Anbieter konkret, wie sie Weiterleitungen, Rankings und Messung (Analytics, Search Console) beim Umzug behandeln; an der Antwort erkennen Sie schnell, ob Erfahrung mit Relaunches vorhanden ist.

Der Ablauf: in 7 Schritten zur neuen Website

Ein professionelles Website-Projekt folgt einem erprobten Muster. Wer die Schritte kennt, kann Angebote besser einordnen und merkt früh, wenn ein Anbieter Abkürzungen nimmt.

1. Ziele und Anforderungen klären

Bevor Sie Anbieter kontaktieren: Was soll die Website leisten? „Schöner aussehen“ ist kein Ziel – „mehr qualifizierte Anfragen aus der Region“ oder „Bewerber überzeugen“ schon. Definieren Sie die wichtigsten Zielgruppen, die nötigen Seiten und Funktionen sowie das Budgetfenster. Je klarer diese Basis, desto vergleichbarer werden die Angebote – und desto seltener gibt es später teure Änderungsschleifen.

2. Anbieter auswählen und Angebote vergleichen

Holen Sie zwei bis vier Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern was dahintersteckt: Referenzen in ähnlicher Größenordnung, wer konkret am Projekt arbeitet, was im Umfang enthalten ist (Design-Iterationen? Texteinpflege? Schulung?) und wie Folgekosten aussehen. Ein strukturiertes Vorgehen dafür zeigt der Ratgeber Agentur-Angebote richtig vergleichen; die wichtigsten Auswahlkriterien fasst Die richtige Agentur auswählen zusammen.

3. Konzept und Struktur

Vor dem ersten Pixel steht die Struktur: Welche Seiten gibt es, wie sind sie verschachtelt, welche Inhalte braucht jede Seite, und welche Handlung soll der Besucher jeweils ausführen? Gute Anbieter erarbeiten dazu eine Seitenstruktur (Sitemap) und Drahtgerüste (Wireframes), bevor gestaltet wird. Diese Phase wirkt unscheinbar, entscheidet aber über die spätere Nutzerführung – Änderungen kosten hier Minuten, nach dem Design Tage.

4. Design

Auf Basis des Konzepts entsteht das visuelle Design – je nach Budget als angepasstes Template oder als individueller Entwurf mit Varianten und Feedback-Runden. Achten Sie darauf, dass mobile Darstellung von Anfang an mitgestaltet wird (die Mehrheit der Besucher kommt über das Smartphone) und dass die Feedback-Runden im Angebot klar begrenzt und benannt sind.

5. Entwicklung und Inhalte

Die Entwicklung setzt das Design technisch um – meist auf einem CMS, damit Sie Inhalte später selbst pflegen können (mehr dazu unten). Parallel ist Inhaltsarbeit gefragt: Texte, Bilder, Team-Fotos, Referenzen. Dieser Teil wird fast immer unterschätzt und ist der häufigste Grund, warum sich Website-Projekte verzögern – nicht die Technik. Klären Sie früh, wer die Texte schreibt und wer die Inhalte einpflegt.

6. Testing, Abnahme und Launch

Vor dem Livegang wird auf verschiedenen Geräten und Browsern getestet: Funktionieren Formulare, stimmen Darstellung und Ladezeit, sind Weiterleitungen von der alten Website eingerichtet? Danach folgt die formale Abnahme – rechtlich ein wichtiger Moment, denn bei einem Werkvertrag beginnen mit ihr die Gewährleistungsfristen (§ 640 BGB). Nehmen Sie sich dafür Zeit und prüfen Sie gegen die vereinbarte Leistungsbeschreibung, nicht nur „nach Gefühl“.

7. Betrieb und Weiterentwicklung

Mit dem Launch beginnt der Alltag: Hosting, Updates, Sicherheit, frische Inhalte. Eine Website, die nach dem Livegang nie wieder angefasst wird, veraltet in zwei bis drei Jahren sichtbar – technisch wie inhaltlich. Planen Sie deshalb von Anfang an ein kleines laufendes Budget ein (Details unten).

Was Sie selbst vorbereiten sollten

Die Qualität des Ergebnisses hängt stark davon ab, was Sie hineingeben. Vier Dinge sollten Sie vor Projektstart vorbereiten:

  • Ein kurzes Briefing: Ziele, Zielgruppen, gewünschte Seiten, zwei bis drei Vorbild-Websites und was Ihnen daran gefällt. Eine Vorlage samt Anleitung bietet der Ratgeber Das perfekte Briefing für Ihre Digitalagentur.
  • Inhalte und Materialien: Logo (idealerweise als Vektordatei), vorhandene Texte, Bildmaterial, Referenzen. Fehlt davon viel, sprechen Sie offen darüber – Text und Fotografie lassen sich zubuchen, aber nur, wenn es eingeplant ist.
  • Zugänge: Domain, bisheriges Hosting, Google-Unternehmensprofil. Klären Sie, wo die Domain liegt und wer die Zugangsdaten hat – fehlende Zugänge sind eine klassische Projektbremse.
  • Einen Entscheider: Benennen Sie eine Person, die Feedback bündelt und Entscheidungen trifft. Design-Feedback von fünf Personen mit fünf Meinungen kostet Wochen.

CMS oder individuelle Entwicklung?

Für die meisten Firmenwebsites ist ein Content-Management-System (CMS) die richtige Wahl: Sie können Texte, Bilder und Neuigkeiten selbst pflegen, ohne für jede Änderung die Agentur zu bezahlen. Verbreitet sind WordPress und TYPO3, daneben moderne Alternativen wie Webflow oder Headless-Setups. Wichtiger als der Markenname ist, dass das System zu Ihrem Team passt: Wer soll damit arbeiten, und wie viel technisches Verständnis ist vorhanden?

Die drei im DACH-Raum häufigsten Systeme im Vergleich:

SystemStärkenTypischer Einsatz
WordPressRiesiges Ökosystem, viele Dienstleister, günstiger EinstiegFirmenwebsites, Blogs, kleinere Portale
TYPO3Feingranulare Rechte, Mehrsprachigkeit, Enterprise-StrukturenGrößere Unternehmen, Konzern- und Behörden-Websites
WebflowDesign-Freiheit ohne Plugins, gehostete Plattform, wenig WartungDesign-getriebene Firmenwebsites und Landingpages

Fragen Sie den Anbieter nicht nur, welches System er vorschlägt, sondern warum es für Ihren Fall passt – und lassen Sie sich den Redaktionsalltag einmal zeigen: Wie lege ich eine neue Seite an, wie tausche ich ein Bild? Wenn die Antwort „das machen dann wir für Sie“ lautet, entsteht genau die Abhängigkeit, die ein CMS eigentlich vermeiden soll.

Individuelle Entwicklung ohne Standard-CMS lohnt sich erst, wenn die Website eher eine Web-Anwendung ist – mit Login-Bereichen, eigener Geschäftslogik oder tiefen Schnittstellen zu Bestandssystemen. Dann sind Sie thematisch beim Software entwickeln lassen und sollten entsprechend planen. Vorsicht vor dem umgekehrten Fall: Wer eine einfache Firmenwebsite als Individualentwicklung anbietet, erzeugt vor allem Abhängigkeit – jede spätere Änderung läuft dann über den Anbieter.

Lokale Agentur oder remote zusammenarbeiten?

Für Website-Projekte ist räumliche Nähe kein Muss mehr – Konzept-Workshops, Design-Feedback und Abstimmungen funktionieren per Videocall nachweislich gut, und remote öffnet Ihnen den gesamten DACH-Anbietermarkt statt nur das lokale Angebot. Nähe hat trotzdem echte Vorteile: Ein persönlicher Kickoff baut Vertrauen auf, Vor-Ort-Termine erleichtern Foto-Produktionen und Workshops, und bei lokal ausgerichteten Unternehmen (Praxis, Kanzlei, Handwerk) kennt eine Agentur aus der Region den Markt oft besser.

Pragmatische Empfehlung: Wählen Sie nach Qualität und Referenzen, nicht nach Postleitzahl – aber wenn zwei Anbieter gleichauf liegen, ist der besuchbare der risikoärmere. Einen Überblick über Agenturen nach Standort bietet die Städte-Übersicht; dort sehen Sie auch, wie viele spezialisierte Anbieter es in Ihrer Region gibt.

Woran Sie ein gutes Angebot erkennen

Seriöse Angebote haben wiederkehrende Merkmale – und unseriöse ebenso. Positiv:

  • Das Angebot schlüsselt Positionen nachvollziehbar auf (Konzept, Design, Entwicklung, Inhalte, Launch) statt eine Pauschale ohne Inhalt zu nennen.
  • Es benennt Design-Iterationen und Mitwirkungspflichten: Wie viele Feedback-Runden sind enthalten, was wird von Ihnen bis wann gebraucht?
  • Der Anbieter stellt Fragen zu Ihren Zielen, bevor er einen Preis nennt – wer ungefragt „5 Seiten für 999 €“ anbietet, verkauft ein Produkt, keine Lösung.
  • Referenzen mit vergleichbarem Umfang sind öffentlich einsehbar, idealerweise mit Bewertungen früherer Kunden.
  • Folgekosten (Hosting, Wartung, Lizenz- oder Pluginkosten) stehen transparent im Angebot, nicht im Kleingedruckten.

Warnsignale sind dagegen: Komplettpreise weit unter Markt („Website ab 299 €“) mit teuren Laufzeitverträgen dahinter, Eigentum an Domain oder Website beim Anbieter statt bei Ihnen, keine benannten Ansprechpartner sowie Druck zu schnellen Vertragsabschlüssen. Woran Sie seriöse Anbieter grundsätzlich erkennen, vertieft der Ratgeber Woran Sie eine seriöse Agentur erkennen.

Rechtliches: Vertrag, Rechte, Datenschutz, Barrierefreiheit

Vier Rechtsthemen sollten Sie beim Website-Projekt auf dem Schirm haben:

  • Vertragstyp und Abnahme: Die Erstellung einer Website ist regelmäßig ein Werkvertrag (§ 631 BGB) – geschuldet ist das fertige Werk, nicht nur Bemühen. Das gibt Ihnen Abnahme- und Gewährleistungsrechte; nutzen Sie sie mit einer sorgfältigen Abnahme gegen die Leistungsbeschreibung.
  • Nutzungsrechte: Design, Texte und Code sind urheberrechtlich geschützt; was Sie damit tun dürfen, regelt die Einräumung von Nutzungsrechten (§ 31 UrhG). Lassen Sie sich umfassende, übertragbare Nutzungsrechte einräumen – sonst dürfen Sie Ihre eigene Website unter Umständen nicht ohne den Ersteller weiterentwickeln. Details im Ratgeber Nutzungsrechte an Design und Quellcode.
  • Datenschutz: Sobald die Agentur beim Betrieb personenbezogene Daten für Sie verarbeitet (etwa Hosting oder Formulardaten), braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Dazu kommen die Klassiker: Impressum, Datenschutzerklärung, rechtskonformes Cookie-Banner. Mehr im Ratgeber DSGVO und AVV im Agenturprojekt.
  • Barrierefreiheit: Seit dem 28. Juni 2025 verpflichtet das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) viele Unternehmen mit Verbraucherangeboten – insbesondere Onlineshops und Buchungsstrecken – zu barrierefreien Websites nach WCAG-Standard. Ob Sie betroffen sind und was zu tun ist, klärt der Ratgeber Barrierefreiheit nach BFSG. Auch ohne Pflicht gilt: Barrierefreiheit von Anfang an kostet wenig Aufpreis, Nachrüsten ist teuer.

Nach dem Launch: laufende Kosten und Pflege

Eine klassische Firmenwebsite verursacht moderate Folgekosten: Hosting liegt meist bei 8–30 € im Monat, dazu kommen Domain (ca. 10–30 €/Jahr) und je nach Setup Wartungspauschalen für Updates und Sicherheit. Bei CMS-Websites sind regelmäßige Updates keine Kür, sondern Sicherheitsvorsorge – veraltete Plugins sind das häufigste Einfallstor für gehackte Websites. Kalkulieren Sie als Faustregel 10–20 % der Erstellungskosten pro Jahr für Pflege, kleine Anpassungen und frische Inhalte. Wer die Inhaltspflege selbst übernimmt (dafür ist das CMS da), hält den externen Anteil klein.

Denken Sie auch an Sichtbarkeit: Eine neue Website rankt nicht von allein. Saubere technische Basis (Ladezeit, mobile Darstellung, strukturierte Daten) sollte im Projekt enthalten sein; laufende Suchmaschinenoptimierung und Inhalte sind eine eigene Disziplin mit eigenem Budget.

Die 5 häufigsten Fehler beim Website-Projekt

  • Über den Preis statt über das Ziel entscheiden: Das billigste Angebot vergleicht sich nur scheinbar mit den anderen – meist fehlen Konzept, Inhalte oder Feedback-Runden, die später als Nachträge zurückkommen. Vergleichen Sie Leistungsumfang, nicht Endsummen.
  • Inhalte auf „später“ verschieben: Texte und Bilder sind der häufigste Grund für monatelange Verzögerungen. Starten Sie die Inhaltsarbeit parallel zum Design, nicht danach.
  • Design nach persönlichem Geschmack bewerten: Die Website ist für Ihre Kunden da, nicht für Ihr Team. Bewerten Sie Entwürfe gegen die Ziele („Findet ein Neukunde in 5 Sekunden, was wir anbieten?“), nicht gegen Lieblingsfarben.
  • Eigentums- und Zugangsfragen ignorieren: Domain, Hosting und Nutzungsrechte müssen bei Ihnen liegen. Wer das erst beim Anbieterwechsel klärt, verhandelt aus der schwächsten Position.
  • Launch als Ziellinie sehen: Ohne Pflege, Updates und frische Inhalte verliert die beste Website nach zwei Jahren sichtbar an Wirkung und Sicherheit. Budgetieren Sie den Betrieb von Anfang an mit.

Checkliste: Website erstellen lassen in 10 Punkten

  1. Ziele definieren: Was soll die Website messbar leisten?
  2. Budgetrahmen festlegen – mit dem Kostenrechner eine realistische Spanne ermitteln.
  3. Umsetzungsweg wählen: Baukasten, Freelancer oder Agentur.
  4. Briefing schreiben (Ziele, Zielgruppen, Seiten, Vorbilder).
  5. 2–4 Angebote einholen und strukturiert vergleichen.
  6. Referenzen und Bewertungen der Anbieter prüfen.
  7. Vertrag prüfen: Leistungsumfang, Nutzungsrechte, AVV, Folgekosten.
  8. Inhalte parallel zur Entwicklung erstellen (häufigste Verzögerungsquelle!).
  9. Gründlich testen und formal abnehmen – erst dann die Schlussrechnung.
  10. Betrieb regeln: Hosting, Updates, Pflege-Budget, Zuständigkeiten.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Eine kleine Firmenwebsite vom Profi kostet 2.500–6.000 €, eine solide KMU-Website mit CMS und individuellem Design 5.000–12.000 €, größere Corporate-Websites 10.000–20.000 € und mehr. Landingpages beginnen bei etwa 1.500 €. Die größten Preishebel sind Design-Aufwand, Seitenumfang und Zusatzfunktionen – eine detaillierte Aufschlüsselung bietet der Ratgeber Was kostet eine professionelle Website?

Website erstellen lassen oder selbst machen – was lohnt sich?

Selbermachen mit Baukasten lohnt sich, wenn die Website nur eine digitale Visitenkarte ist und Ihre Zeit günstiger ist als ein Dienstleister. Sobald die Website Kunden gewinnen soll, rechnet sich professionelle Umsetzung fast immer: besseres Design, saubere Technik, mehr Sichtbarkeit. Rechnen Sie ehrlich – 40–80 Stunden Eigenaufwand für ein mittelmäßiges Ergebnis sind kein Sparen.

Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?

Eine kleine Firmenwebsite entsteht in 3–6 Wochen, eine KMU-Website mit individuellem Design in 6–12 Wochen, größere Projekte dauern mehrere Monate. Der häufigste Verzögerungsgrund ist nicht die Technik, sondern fehlende Inhalte und langsames Feedback auf Kundenseite – beides können Sie selbst steuern.

Homepage, Website, Webseite – gibt es einen Unterschied?

Im Alltag werden die Begriffe synonym verwendet: Ob Sie eine „Homepage erstellen lassen“, eine „Webseite entwickeln lassen“ oder eine „Website erstellen lassen“ wollen – gemeint ist derselbe Auftrag. Streng genommen ist die Homepage nur die Startseite und eine Webseite eine einzelne Unterseite der gesamten Website. Für Angebote und Preise spielt die Wortwahl keine Rolle.

Wem gehört die Website nach dem Projekt?

Das regelt der Vertrag – und genau deshalb sollten Sie ihn prüfen. Bestehen Sie darauf, dass Domain und Hosting-Verträge auf Ihren Namen laufen und Ihnen umfassende Nutzungsrechte an Design, Texten und Code eingeräumt werden (§ 31 UrhG). Bei „Miet-Websites“ mit monatlicher Pauschale gehört die Website oft dem Anbieter – kündigen Sie, ist alles weg.

Ist SEO enthalten, wenn ich eine Website erstellen lasse?

Teilweise. Eine saubere technische Basis (Ladezeit, mobile Optimierung, sprechende URLs, Meta-Angaben) sollte jedes seriöse Angebot enthalten – fragen Sie explizit danach. Laufende Suchmaschinenoptimierung mit Inhalten, Keywords und Linkaufbau ist dagegen eine eigene Dienstleistung mit eigenem Budget und in Website-Projekten normalerweise nicht enthalten.

Muss meine neue Website barrierefrei sein?

Wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen an Verbraucher verkaufen (etwa per Onlineshop, Buchung oder Terminvereinbarung), greift seit 28. Juni 2025 in der Regel das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz – ausgenommen sind nur Kleinstunternehmen unter 10 Mitarbeitenden und 2 Mio. € Umsatz. Reine B2B-Websites ohne Verbraucher-Funktionen sind meist nicht verpflichtet. Details im Ratgeber Barrierefreiheit nach BFSG.

Was kostet eine Website im Monat?

Nach der Erstellung fallen typischerweise an: Hosting 8–30 €, Domain umgerechnet 1–3 €, dazu je nach Vereinbarung eine Wartungspauschale von etwa 30–150 € für Updates, Backups und kleine Änderungen. Bei Baukästen und „Miet-Websites“ zahlen Sie stattdessen eine Monatsgebühr, erwerben dafür aber meist kein Eigentum an der Website.

Brauche ich einen Wartungsvertrag?

Bei CMS-Websites ist er empfehlenswert: Regelmäßige Updates von System und Erweiterungen sind der wichtigste Schutz gegen gehackte Websites, und im Störungsfall haben Sie einen klaren Ansprechpartner mit Reaktionszeit. Prüfen Sie, was enthalten ist (Updates, Backups, Monitoring, ein Kontingent für kleine Änderungen) – und dass der Vertrag Sie nicht daran hindert, den Dienstleister später zu wechseln.

Kann ich die Website später selbst pflegen?

Ja – wenn das von Anfang an so geplant wird. Lassen Sie die Website auf einem CMS umsetzen, das zu Ihrem Team passt, und bestehen Sie auf einer kurzen Einweisung nach dem Launch. Texte ändern, Bilder tauschen und Neuigkeiten veröffentlichen sollten Sie danach ohne Agentur können; für technische Updates und größere Änderungen bleibt der Dienstleister zuständig.

Weiterführende Ratgeber

Passende Agentur finden: Vergleichen Sie geprüfte Webentwicklung-Agenturen in Deutschland und Österreich – mit Referenzen, Team-Fakten und Bewertungen, kostenlos und ohne Anmeldung. Für fokussierte Kampagnenseiten oder Onlineshops finden Sie dort auch spezialisierte E-Commerce-Agenturen.

Schlagwörter

WebentwicklungWebsiteLeitfadenKostenAgentur

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Quellen

  1. BGB § 631 WerkvertragGesetze im Internet
  2. BGB § 640 AbnahmeGesetze im Internet
  3. UrhG § 31 Einräumung von NutzungsrechtenGesetze im Internet
  4. BFSG § 1 AnwendungsbereichGesetze im Internet
  5. DSGVO Art. 28 Auftragsverarbeiterdsgvo-gesetz.de
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Redaktion

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